Notes From a Recent Planning Session

12. März 2025 Bettina Hackl

Vor zwei Wochen habe ich mir einen Nachmittag freigehalten, um meine Woche nicht nur zu planen, sondern wirklich zu durchdenken. Kein Terminkalender, keine To-do-Liste, nur ein Notizbuch, ein Stift und die Frage: Welche Gewohnheiten tragen mich gerade, und welche kosten mich mehr Energie, als sie mir geben?

Herausgekommen ist keine perfekte Systematik, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme. Drei Dinge sind mir dabei aufgefallen, die ich hier teilen möchte, weil sie vermutlich auch in anderen Haushalten mit Homeoffice-Anteil relevant sind.

Der Morgen entscheidet mehr, als ich dachte

Ich habe vier Wochen lang protokolliert, wie ich in den Tag starte. Das Ergebnis war ernüchternd: An Tagen, an denen ich direkt nach dem Aufstehen zum Telefon griff, brauchte ich bis weit nach dem Mittagessen, um in einen ruhigen Arbeitsmodus zu finden. An Tagen mit einer festen Abfolge – Fenster öffnen, Wasser trinken, zehn Minuten lesen – kam ich deutlich schneller in den Fokus.

Die Änderung war klein: Ich habe das Telefon über Nacht in der Küche gelassen und stattdessen einen analogen Wecker neben das Bett gestellt. Klingt banal, hat aber meinen gesamten Vormittag verändert.

Pausen brauchen eine Struktur

Der zweite Punkt betraf meine Pausen. Bisher habe ich sie eher zufällig gemacht – mal fünf Minuten, mal fünfundvierzig, je nachdem, wie viel Arbeit anstand. In der Planungssitzung habe ich mir feste Zeiten gesetzt: 10:30 Uhr und 15:00 Uhr, jeweils zwanzig Minuten. Nicht verhandelbar, außer es brennt wirklich etwas.

Was mich überrascht hat: Gerade die festen Zeiten haben mir Sicherheit gegeben. Ich musste nicht mehr ständig überlegen, ob ich mir eine Pause „erlauben" darf. Die Struktur hat die Entscheidung abgenommen.

Digitale Grenzen, die halten

Der dritte Punkt betrifft die Benachrichtigungen. Ich habe mir vorgenommen, E-Mail und Messenger nur noch zu festen Zeiten zu öffnen – morgens um neun, mittags um eins und nachmittags um vier. In der ersten Woche war das ungewohnt. In der zweiten Woche habe ich gemerkt, dass ich deutlich weniger kontextwechsel habe und Aufgaben schneller abschließe.

Was ich daraus mitnehme: Eine Planungssitzung muss nicht perfekt sein. Sie muss nur ehrlich sein. Die besten Erkenntnisse kamen nicht aus den großen Fragen, sondern aus den kleinen Beobachtungen des Alltags.

Für den nächsten Monat habe ich mir drei konkrete Experimente vorgenommen: eine feste Abendroutine ohne Bildschirm, ein wöchentliches Review am Freitagnachmittag und ein Morgen ohne Telefon. Ob sie halten, werde ich in ein paar Wochen berichten.

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